Auf zum Frühstück. Hm, wir sind ein kleines bisschen spät dran. Michael möchte früher zur Arbeit und ich habe gleich mein zweites Vorstellungsgespräch. 🙂 In der Küche ist morgens um 8 schon relativ viel los. Ein Hauch von Stress liegt in der Luft. Und dann auch noch das: Ohne die eigenen Landsleute beleidigen zu wollen habe ich mich heute für eine ältere Dame aus dem Osten Deutschlands geschämt. Aber das gehört wohl zu dem Genre Situations-“komik” oder besser “-peinlichkeit” und soll hier nicht weiter vertieft werden. Im Nachhinein haben wir natürlich kräftig gefeiert. :-))
Mittags hole ich mir ein paar Tortas. Großartig, dass mir Alberto (der Hostal-Besitzer) diesen Laden direkt um die Ecke empfohlen hat. Die Herren hinter der Theke begrüßen mich mittlerweile nur noch mit einem Grinsen, bin ich hier etwa zu oft??
Mit Michaels Jeans im Rucksack, die dringend eine neue Naht vertragen kann, gehe ich noch schnell einen Kaffee trinken. Die Pro/Kontra-Liste hinsichtlich meiner Praktikumsaussichten ist schnell erstellt. Als ich den Besitzer nach einer Näherei frage erklärt mir dieser zuerst den Weg, bietet mir dann an mich dorthin zu begleiten, da er einem Kunden noch eine Bestellung vorbeibringen muss, und gibt mir dann auch noch den Kaffee aus. Wunderbar, was für ein Service. 🙂
Angekommen bei der Näherei bekomme ich direkt einen Abholschein. Die Jeans mit dem 30 cm langen Riss kann ich am Freitag für ca. 1,50 € abholen.
Im Hostal angekommen google ich noch schnell die Zubereitung einer perfekten Kartoffelsalat-Kartoffel und lerne in der Küche zwei nette Argentinerinnen kennen, die in Ihren Semesterferien eine Rundreise durch Lateinamerika machen. 😉
Um 21:30 Uhr kommt Michael vom Training zurück, jedoch humpelnd. Verdammt! Wie das passiert ist und wie der Abend ausgegangen ist muss er euch selbst erzählen:
Beim Springen umgeknickt. Fuß kaputt. Ich bin halt keine 20 mehr… Wenn es nicht besser wird muss ich mal zum Arzt und das ansehen lassen 🙁
Kochen mit José-Maria a.k.a. Pedro. Wiener Schnitzel mit Altwiener Erdäpfelsalat. Zuhause mach ich das garnicht so oft wie hier…
Isch bin glucklisch! 🙂 |