Michael rennt davon. Eine Bahn nach der anderen fährt an mir vorbei. Wer sitzt gerade vor einem Computer und kann uns weiterhelfen!? Nadine. Nochmal gut gegangen, jetzt geht es über Siegburg Richtung Frankfurt Flughafen. Sogar ohne Zeitverlust (obwohl mir gesagt wird, dass Zeit nicht verloren gehen kann nutze ich dieses Wort trotzdem! :-). Angekommen am Frankfurter Flughafen lässt sich Michael die Opel-Innovtion vorstellen, ich telefoniere um mich zu verabschieden und merke so langsam, dass ich etwas nervös werde.
Einchecken ging schnell. Wir warten auf das Boarding der Rheinland-Pfalz. Und dann los. 12 Stunden Flug. Am Anfang was ruppig, sonst sehr ruhig. Viel essen, schlafen. Und sich dem Gruppenzwang widersetzen Tomatensaft zu bestellen.
Der Landeanflug auf Mexiko Stadt beginnt. Viele Lichter. Und ich meine wirklich viele. Der Flughafen ist innerhalb der Stadt und so fliegen wir auch einmal fast komplett drüber.
Am Flughafen angekommen müssen wir erst einmal durch die Einwanderungskontrolle. Bei Jacqueline geht es schnell. Mein Pass wird dreimal gescannt. Das Visum auch. Als die nette Frau von der Einwanderungsbehörde mit dem Kommentar “Uno momento, por favor!” und meinem Pass verschwindet werde ich grantig. Dann mussten wir erstmal warten. Als sie nach einiger Zeit wieder kommt versuche ich zu lächeln. Es stellt sich heraus, dass mein Visum, obwohl es sechs Monat gültig sein soll. Ein Enddatum hat. Es läuft zwar erst nach unserer Abreise ab, aber die Daten im Computer stimmen nicht mit denen auf dem Visum überein. Aber macht ja nichts. Das Datum wird geändert und wir können weiter zum Gepäck.
Durch diese “kleine Verzögerung” sind wir die letzten bei der Zollstelle. Na toll. Nachdem wir unsere Koffer durch den letzten Scan geschickt haben und ich meine verbotener Weise importierten Edeka-Äpfel losgeworden bin, mussten wir noch auf einen Knopf drücken der scheinbar randommäßig entweder rot (weitere Kontrolle) oder grün (willkommen) leuchtete. Zweimal grün, sehr gut. Da kommen auch schon Andreas und Patrizia, die fast schon fahren wollten weil ihnen gesagt wurde, dass dies alle “Frankfurter” waren.
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer Bank um Bargeld zu holen bringt Andreas uns bis ins Hostel, erklärt der freundlichen Dame wer wir sind und macht sich auf den Weg.
Endlich angekommen! Das Gepäck bringen wir in die Gruppenzimmer in denen wir die ersten beiden Nächte untergebracht sind. Dann los in die Stadt. In einem Tacoladen gleich um die Ecke erstmal was essen. Jacqueline erklärt den Kellnern, dass wir keine Ahnung haben und einfach ein paar Tacos für zwei haben wollen. Und “dos cervezas”. Dazu gibt es drei Soßen in unterschiedlichem Schärfegrad. Jetzt weiß ich was wirklich scharf bedeutet 🙂 Gute Nacht!