Der Ausflug (Tag 82)

Wir stehen um neun Uhr auf. Morgens gibt es erst mal einen der berühmten heißen Schokoladen unseres Schokoladenfabrik-Hostals. Dabei bloggen wir über die letzten Tage, googeln nach Sehenswuerdigkeiten in und um Oaxaca und vergessen die Zeit.

Gegen zwölf Uhr verlassen wir das Hostal und schlendern durch Oaxaca. Was wollen wir unternehmen? Auf jeden Fall steht der “Árbol del Tule” auf dem Programm. Als wir bei einer Taxi-Station vorbeikommen, fragen wir nach dem Preis. Für 150 Pesos will uns der gute Mann dort hinfahren. Das klingt, vor allem für die Gegend, nach sehr viel. Also gehen wir weiter. Richtung Bus-Station.

Auf dem Weg fragen wir einen weiteren Taxifahrer, der gerade an der Kreuzung hält, nach dem Preis. Der Normalpreis ist 10!!! Pesos, allerdings auf Umwegen, da Taxifahrer hier angeblich bestimmte Routen fahren. Den direkten Weg “Spezial” bietet er uns für 80 Pesos an. Im Vergleich zum ersten Angebot ist das doch sehr günstig 🙂

Na dann mal los. Nach etwa 20 minütiger Fahrt durch die Stadt und über Land kommen wir in Santa Maria del Tule an. Wir fragen den Fahrer, ob er auf uns warten könnte. Er stimmt zu, falls wir nicht länger als eine Stunde brauchen.

Gegenüber ist eine Schaukel und Line springt sofort drauf. Leider ist diese nicht sehr hoch, sogar die Mexikaner haben hier schon unfreiwillig tiefe Gruben gegraben… 🙂

Für 10 Pesos kann man auf das Gelände um den Árbol del Tule.

Mit der Zeit sind einige Dinge in den Baum eingewachsen. Ganz rechts im Bild sieht man den Löwenkopf.

Wo ist die Line?

Der Baum ist beeindruckend! Über 2000 Jahre alt und 636 Tonnen schwer, der Baum mit dem größten Umfang der Welt.

Ein Video-Rundgang auf dem Gelände um den Baum darf natürlich nicht fehlen:

Das Krokodil

Nachdem wir dort herumspaziert sind, die Kirche besucht und viele Videos und Bilder gemacht haben gehen wir zu einem Laden, der Postkarten anbietet.

Eine Postkarte zeigt die “Hierves de Agua“, die Salzwasserfälle. Wie gerne wären wir dort hingefahren. Aber beim Frühstück hatten wir entschieden sie seien zu weit weg. Wir kaufen die Karte und gehen zurück zum Taxi. Dort zeigen wir dem Fahrer die Karte und fragen ob er sie kennt:

“Conoces?”
“Claro que si”
“Quantas horas son?”
“Tienes tiempo?”
“Si si si!”
“Y cuanto cuesta?”
“Entonces…  800 Pesos…”
Wir blicken uns kurz an.
“Si. Vamos!”

Für 800 Pesos fährt er uns dort hin, wartet und bringt uns wieder zurück. Perfekt 🙂 Wir fahren über Land. Der Fahrer erzählt uns, dass einer seiner Freunde eine Mezcal-Manufaktur besitzt. Oaxaca ist berühmt für Mezcal, Kaffee und Kakao!
Nach einiger Zeit fährt er rechts ran und sagt uns, dass er uns diese gerne zeigen würde 😉 Ob er dort Provision bekommt?
Wir schlüpfen unter einem Stachelerahtzaun hindurch und treffen auf eine nette junge Dame, die uns erstmal auf einer Führung den ganzen Herstellungsprozeß vom Kaktus bis hin zum fertigen Produkt erklärt.
Als sie uns ein Stück des Kaktus gibt und uns auffordert es zu essen rieche ich skeptisch daran. Als sie selbst anfängt daran zu knabbern beiße ich hinein. Es schmeckt süß und richtig gut. 
Fermentation.
Sonst läuft hier ein Pferd im Kreis…
Am Ende des Prozesses rinnt aus der Distille der Mezcal heraus. Als ich darauf zeige, bringt ein Mitarbeiter eine kleine Holzschale und wir können direkt probieren. Schön, stark, klar und lecker!

Dann geht’s weiter in den kleinen Laden zur Mezcal-Probe. Erst probieren wir ein paar farblose, sehr starke bis hin zu bernsteinfarbenen, sanfteren Mezcals. Aber sie haben auch eine Menge Cremas, also Liköre. Cocos, Honig, Erdbeer, Maracuja, Minze, Kaffee, Kakao,…. insgesamt 17 verschiedene und uns wird einer nach dem anderen gereicht, bis wir nach der 15. Probe passen. Wir sind auch schon ganz schön angeheitert…
Eine perfekte Verkaufsstrategie. Aber die hätten sie bei mir garnicht gebraucht. Ich wollte so oder so gerne Mezcal mitbringen und wo könnte man ihn besser kaufen als beim Hersteller? Wir suchen also aus, was uns am besten geschmeckt hat und haben für 800 Pesos ein ordentliches Schnapps-Paket geschnürt. Noch ein paar Fotos und zurück zum Taxi. Weiter Richtung “Hierves de Agua”…

Hier sieht die Gegend so aus, wie man sich Mexiko vorstellt. Steppe, Mezcal- Manufakturen, Kakteen, Palmen. Der Fahrer biegt ab und verlässt die befestigte Straße. Auf Feldwegen durchqueren wir Dörfer und erklimmen einen Berg. Die Straßen erinnern etwas an zu Hause in Österreich auf dem Berg. Der Motor des alten Wagens wird ganz schön heiß, hält aber tapfer durch.

Oben angekommen ist die Aussicht fantastisch. Wir halten an um ein paar Bilder zu machen.

Dann gehts weiter die Bergstraßen entlang. Am Ziel sind auch einige Reisebusse, die obligatorischen Straßenhändler.

Der Fahrer macht sich auf um was zu essen und wir spazieren den Weg zu den “Hierves de Agua” entlang. Die Aussicht ist atemberaubend.

Direkt an der Klippe kann man ins Wasser springen…
…und das mach ich natürlich auch gleich!

Und noch mehr Bilder…

Hier kommt das Wasser aus dem Felsen.

Hier wird gerade ein Hotel gebaut.

Als wir zurückkehren erwartet uns der Fahrer bereits…

Erschöpft treten wir die Rückreise an…

Zurück in Oaxaca spazieren wir durch die Stadt um uns etwas zu essen zu besorgen. Nach langer Suche entscheiden wir uns für eine Pizza. Auf dem Weg zurück treffen wir Jem und Txema, die gerade am Hauptplatz ein Sandwich gegessen haben. Rod schläft im Hostal. Gemeinsam gehen wir zum dorthin zurück. Txema erzählt, dass er die Dachterasse entdeckt hat. Auch Rod kommt hinzu. Mit Cola, Bier und den Pizzen genießen wir alle zusammen die Aussicht über Oaxaca und wir berichten von unserem Ausflug, der sich nur mit einem Wort beschreiben lässt: AWESOME!

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